Wissen

Häufig gestellte Fragen rund um Brille und Brillengläser, die wichtigsten Fachbegriffe und weitere Informationen zu unseren Produkten.

CLIC-Brillen

Garantie und Ersatzteile

Wir geben eine 2 Jahres-Garantie auf unsere Produkte. Ausgenommen sind eigenverschuldete Defekte.

Für die Clic-Brillen gibt es für alle Teile Ersatz. Solang diese Modelle im Sortiment unseres Zulieferes erhältlich sind und nicht aus deren Sortiment entfernt wurden. Es sind folgende Ersatzteile erhältlich: Mittelteil, Metall-Bügel und Kopfband.

Und natürlich können wir jederzeit ihre Clic-Brille mit Ihren neuen Stärken verglasen.

Wo ist das Etui?

Nicht nötig! Denn wenn man die Brille abnimmt, dann liegt sie niemals direkt auf den Gläsern und die übrige Zeit trägt man Sie um den Nacken. Das Säckchen, in dem die Brille geliefert wird, dient auch als Brillenputztuch.

Kann ich die CLIC-Brille auch gleichzeitig mit Hut tragen?

Ja! Das Kopfband ist nach unten abfallend und kann mit Hut oder auch mit einem Helm getragen werden.

Fragen rund um Brille und Brillengläser

Metall-, Kunststoff- oder Randlosgestell?

Wichtigste Regel beim Brillenkauf – kaufen Sie sich eine Brille mit der Sie sich wohl fühlen und Sie sich mit gutem Gefühl im Spiegel anschauen können!

Die Wahl ob es dann eine Kunststoff-, Metall- oder doch lieber ein Randlosgestell sein soll, liegt in Ihrer Hand und richtet sich nach Ihrem Geschmack. Jedoch muss man ab einer bestimmten Stärke darauf achten, welche Gläser man wählt.

Bei extrem hohen Stärken wäre ein Randlosgestell nicht die beste Wahl, wenn es um den ästhetischen und verarbeitungstechnischen Aspekt geht. Da man die dicken Gläser in einem Randlosgestell schwieriger zu einem festen Halt bekommt und man die Gläser im Ganzen sieht, da die Dicke nicht „kaschiert“ werden kann. Bei einer Metall- oder Kunststoffbrille haben wir die Möglichkeit das Glas durch den Fassungsrand ein wenig zu verstecken.

Wenn Sie unsicher sind, stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite. Senden Sie uns einfach Ihren Brillenpass oder Rezept per email oder Fax zu.

Bei der Glasauswahl, in unserem Shop, empfehlen wir die Gläser die für Ihre angegebenen Brillenwerte am besten geeignet wären. So haben Sie während dem Bestellvorgang eine Orientierung um das, für Ihre Stärken, bestmögliche Glas auszuwählen.

Die wichtigsten Fachbegriffe rund um das Brillenglas

Sphäre

Diesen Wert finden Sie auf Ihrem Brillenpass oder Ihrem Rezept. Er gibt die benötigte Stärke für Ihre Brillengläser an. Meist wird die Sphäre mit „SPH“ oder „SPHÄR.“ abgekürzt.

Steht vor dem Wert ein „F“ oder „Fernbrille“, dann handelt es sich bei Ihrer Brille um eine Fernbrille. Steht ein „N“ oder eine „Nahbrille“ vor dem Wert, dann handelt es sich bei Ihrer Brille um eine Nahbrille – eine Lesebrille.

Vor dem Wert finden Sie ein + oder ein – . Wenn ein + vor Ihrem Wert steht, dann sind Sie hyperop (weitsichtig). Wenn ein – vor dem Wert steht, dann sind Sie myop (kurzsichtig).

Wenn Sie sich unsicher sind, welche Werte Sie in welches Feld eintragen müssen, stehen wir Ihnen gerne zur Seite. Schreiben Sie einfach eine E-Mail oder rufen Sie uns an.

Zylinder

Wenn auf Ihrem Brillenpass oder auf Ihrem Rezept ein Wert „Zylinder“ (wird oft mit Cyl. Oder Zyl. Abgekürtzt) angeben ist, dann haben Sie Eine Hornhautverkrümmung.

Hornhautverkrümmung heißt, dass die Hornhaut im Auge verformt ist. Diese ist dann nicht kugelförmig sondern oval, wie ein Football. Die Verschiebung kann sowohl senkrecht als auch waagerecht sein. Durch eine Hornhautverkrümmung wird die Wahrnehmung des Auges getrübt. D.h. Punkte können dabei wie waagerechte oder senkrechte Linien wirken.

Wenn dieser Wert bei Ihnen notwendig ist, dann ist es wichtig, dass Sie diesen unbedingt angeben. Vorallem achten Sie bitte auf das angegebene Vorzeichen ( + oder – ). Dieses müssen Sie unbedingt mit angeben!

Achse

Der Wert für die Achse wird in Grad angegeben und beschreibt die Ausrichtung des benötigten Zylinders, zur Korrektion Ihrer Hornhautverkrümmung. Die Achse ist notwendig, damit wir Ihr Brillenglas korrekt ausrichten ausrichten können. Die Achse wird oft mit „A“ abgekürzt. Dieser Wert liegt immer zwischen 0° und 180°.

Wenn Sie sich unsicher sind, welche Werte Sie in welches Feld eintragen müssen, stehen wir Ihnen gerne zur Seite.Schreiben Sie einfach eine E-mail oder rufen Sie uns unter 0651-35979 an.

Add

Als Addition wird der Nahzusatz eines Gleitsichtglases bezeichnet. Die Differenz zwischen dem Fern- und Nahwert, gibt die Höhe der Addition an.

Bsp.: Sie haben auf Ihrem Brillenpass einen Fernwert von +2,50 Dpt und einen Nahwert von +3,50 Dpt. Die Differenz ist gleich dem Additionswert. In diesem Fall hätten Sie eine Addition von +1,00 Dpt. Wenn Sie einen Zylinder brauchen, wird dieser einfach übernommen.

Wenn der Fernwert und die Addition angegeben wurde, ohne Nahzusatz, Sie aber eine Lesebrille bestellen möchte, rechnen Sie einfach die Addition auf die Ferne.

Brechungsindex

Je höher die Brechzahl ist, umso dünner und dichter bzw. stabiler ist das Glas. Empfehlenswert ab einer Stärke von +2.0 Dioptrien und -2.00 Dioptrien.

PD (Pupillendistanz)

Den Wert für die Pupillendistanz finden Sie auf Ihrem Rezept oder Brillenpass. Er misst Ihren Augenabstand. Meistens ist er mit PD abgekürzt.

Die wichtigsten Fachbegriffe

Akkommodation

Akkommodation ist eine dynamische Anpassung der Brechkraft des Auges. Sie führt dazu, dass ein Objekt, das sich in einer beliebigen Entfernung zwischen dem individuell unterschiedlichen optischen Nah- und Fernpunkt befindet, scharf auf der Netzhautebene abgebildet wird und somit eine wesentliche Voraussetzung für deutliches Sehen erfüllt wird. Der Nahpunkt gibt hierbei die kürzeste und der Fernpunkt die weiteste Distanz zum Auge an, in der dies möglich ist.

Die Fähigkeit zur Nahakkommodation (Die Vorgänge beim Wechsel von Fern- auf Naheinstellung werden als Nahakkommodation bezeichnet) geht mit zunehmendem Lebensalter allmählich verloren (Presbyopie).

Presbyopie

Als Presbyopie, auch Alterssichtigkeit beziehungsweise Altersweitsichtigkeit genannt, bezeichnet man den fortschreitenden, altersbedingten Verlust der Nahanpassungsfähigkeit des Auges mittels Akkommodation. Ein scharfes Sehen in der Nähe ist deshalb ohne geeignete Korrektur nicht mehr möglich. Presbyopie ist dabei jedoch keine Krankheit, sondern ein normaler altersbedingter Funktionsverlust.

PD

Um in der Brillenfassung die Brillengläser optimal positionieren zu können berücksichtigen wir bei der Anfertigung in unserer Meisterwerkstatt die sogenannte Pupillendistanz. Dabei handelt es sich um den Abstand zwischen der Nasenmitte und der Pupillenmitte des rechten und linken Auges.

Myopie

Kurzsichtigkeit oder Myopie bezeichnet man eine bestimmte Form von optischer Fehlsichtigkeit (Ametropie) des Auges. Sie ist zumeist Folge entweder eines zu langen Augapfels oder einer für seine Länge zu starken Brechkraft der optisch wirksamen Bestandteile. Das Ergebnis ist ein Abbildungsfehler, der weit entfernte Objekte unschärfer erscheinen lässt als nahe gelegene. Der Betroffene sieht also in der Ferne schlechter als in der Nähe. Das Ausmaß einer Kurzsichtigkeit wird durch eine Refraktionsbestimmung ermittelt und in Dioptrien angegeben. Nach Ursache und Zeitpunkt ihres Auftretens lassen sich verschiedene Formen unterscheiden, für die es in den meisten Fällen keine ursächliche Behandlungsmöglichkeit gibt. Durch das Tragen von Hilfsmitteln wie Brillen oder Kontaktlinsen kann jedoch der Brechungsfehler korrigiert werden.

Hyperopie

Bei der umgangssprachlich Weitsichtigkeit genannten Übersichtigkeit (Synonym: Hyperopie oder Hypermetropie) handelt es sich um einen sogenannten axialen Brechungsfehler des Auges (Ametropie), bei dem der Augapfel im Verhältnis zur Brechkraft seiner optischen Einrichtung zu kurz beziehungsweise die Brechkraft zu gering ist. Dies führt dazu, dass sich die Bildlage (Brennpunkt) für optisch unendlich weit entfernte Objekte bei entspanntem (nicht akkommodiertem) Auge nicht in der Netzhautebene befindet, und damit eine wesentliche Voraussetzung für einen scharfen Seheindruck nicht erfüllt ist. Stattdessen liegt der (virtuelle) Brennpunkt beim weitsichtigen Auge hinter der Netzhaut, und es resultiert ein unscharfer Seheindruck. Je näher ein Objekt an das Auge herangeführt wird, desto weiter verlagert sich der Brennpunkt nach hinten. Das Ergebnis ist ein Abbildungsfehler, der Objekte zunehmend unschärfer erscheinen lässt, je näher sie dem Betrachter sind.

Gleitsichtglas

Ein Gleitsichtglas ist ein spezielles Brillenglas mit unterschiedlichen Brechwerten zur Fern- und Nahkorrektur von Fehlsichtigkeiten und in der Regel einer Alterssichtigkeit (Presbyopie). Im Gegensatz zu Bi- und Trifokalgläsern, bei denen zum Fernteil noch ein oder zwei zusätzliche, optisch wirksame Bereiche eingearbeitet werden, die bei ihrer Nutzung zu entsprechenden Bildsprüngen führen und auch nur für zwei bzw. drei statische Entfernungen ausgelegt sind, bietet ein Gleitsichtglas eine stufen- und übergangslose Möglichkeit, in allen Distanzen zwischen dem individuellen Fern- und Nahpunkt scharf zu sehen. Relativiert werden diese Vorteile durch optische Nebenwirkungen, eine gewisse Gewöhnungsbedürftigkeit und die hohen Kosten.

Aufbau

Gleitsichtgläser sind in drei ineinander übergehende Progressionszonen aufgeteilt:

  • obere Zone für Fernsicht
  • mittlere Zone für Zwischenentfernungen und untere Zone für Nahsicht

Man unterscheidet zudem nach „normalen“ und „Short“-Gleitsichtgläsern. Um alle drei Zonen komfortabel nutzen zu können, benötigen diese zwei Varianten eine Mindesthöhe von der Pupillenmitte bis zum unteren Glasrand. Diese liegt im Schnitt bei normalen Gleitsichtgläsern bei 21 mm, bei Short-Gläsern um 15 mm. Bei der Wahl einer kleinen Fassung ist also darauf zu achten, dass

  • Short-Gläser verwendet werden, die gemessene Höhe mindestens 15 mm beträgt, die maximale Nahaddition 2,0 dpt nicht übersteigt, da Short-Gläser bei höheren Additionen stärkere seitliche Verzerrungen (Abbildungsfehler) hervorrufen.

Die optische Wirkung zwischen Fern- und Nahteil verändert sich stufenlos. Ein abrupter Übergang, wie bei herkömmlichen Multifokalgläsern, ist hier nicht vorhanden. Ein hoher Grad an Individualisierung und Passgenauigkeit soll für eine möglichst schnelle Eingewöhnung sorgen.

Vorteile

  • Der gleitende Übergang zwischen den unterschiedlichen Stärken wird oft angenehmer empfunden als der harte bei Bi- oder Trifokalbrillen.
  • Gleitsichtgläser ermöglichen ein scharfes Sehen auch in Zwischendistanzen.
  • Gleitsichtgläser sind unauffälliger und haben einen ästhetischen Vorteil hinsichtlich ihrer Erkennbarkeit.
  • Bei frühem Tragebeginn ist die Zeit der Eingewöhnung in der Regel gering.

Nachteile

  • Die Gewöhnungsbedürftigkeit ist bei späterem Tragebeginn auf Grund der optischen Eigenschaften für viele Menschen deutlich höher als bei herkömmlichen Mehrstärkengläsern.
  • Die Sehbereiche für Ferne und Nähe sind kleiner als bei einer Einzelbrille und die Progressionszonen relativ schmal
  • Linien und Ebenen können auf Grund von Schaukeleffekten besonders in den Randzonen verzerrt erscheinen.
  • Das Schätzen von Entfernungen kann während der Eingewöhnungsphase erschwert sein.
  • Die Kosten für Gleitsichtgläser sind deutlich höher.